Freispiel

freispiel4.jpgWer hat dies nicht schon erlebt? Auf die Frage: „Was hast du heute im Kindergarten gemacht?“ bekommt man meist die Antwort: „Nix, nur gespielt!“ Aber hat das Kind wirklich „nur“ gespielt? Oder hat es sich mit viel Spass, Freude, Hingabe… selbst gebildet, über sich selbst und die Welt nachgedacht?

Freies Spiel bedeutet, dass ein Kind frei und selbständig entscheidet mit wem, was, wie lange wo und womit es spielt. Eingeschränkt wird es dabei nur durch Regeln, den Tagesablauf, räumliche Gegebenheiten und Interessenskonflikten mit anderen Kindern.

Im zweckfreien Spiel setzt sich das Kind selbst unbewußt Ziele. Es erforscht, probiert aus, wiederholt, ahmt nach, verbessert, entdeckt, verändert…

Das Kind bildet sich ganzheitlich und verändert damit seine Wahrnehmung in Bezug auf sich und seine Umwelt. „Wenn Kinder ganz bei der Sache sind, sich wohl fühlen und engagieren, lernen sie immer etwas, auch wenn die Erwachsenen vielleicht nicht auf den ersten Blick das Thema erkennen.“

Aber was macht dann die Erzieherin den ganzen Tag? „Nix, nur spielen!?“ Hat die Erzieherin wirklich „nur“ mit den Kindern gespielt?

Unsere Aufgabe während des Freispiels besteht darin, die Kinder zu beobachten, um ihre Stärken und ihre individuelle Art des Lernens zu erkennen und sie dabei zu unterstützen. Wir sind als vertraute Person Ansprechpartner für die Kinder, stellen Material zur Verfügung, setzen Impulse, geben Anregungen, sind Unterstützer bei Konfliktsituationen und Problemen, wir motivieren, wir schaffen und lachen miteinander, machen manchmal auch Fehler – kurzum wir pflegen ein warmherziges, freundliches Miteinander.