Eucharistie

Foto_Erstkommunionkind_by_Klaus Rupp_pixelio.de.jpgIn der Erstkommunionsfeier empfangen die Kinder zum ersten Mal Jesus Christus im Zeichen von Brot und Wein.

Beim Sakrament der Eucharistie handelt es sich um Jesu Abschiedsgeschenk: Vor seinem Leiden und Sterben hat Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl gehalten. Er nahm Brot und Wein, reichte es mit den Worten „Dies ist mein Leib, dies ist mein Blut“ und fügte hinzu: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (Lukas 22,19 und 1 Korinther 11,23-25).

Die Eucharistiefeier ist somit nicht nur ein Gedächtnismahl, sondern in ihr bleibt Christus gegenwärtig.

Sie bildet das Zentrum der Gemeinschaft der Kirche und ist zugleich ihre Kraftquelle.

Neben Taufe und Firmung zählt das Sakrament der Eucharistie zu den Einführungssakramenten.

 

Foto: Klaus Rupp  / pixelio.de

 

 

Die Eucharistie ist Hauptteil der heiligen Messe neben der Verkündung des Wortes Gottes (Wortgottesfeier). Auch die gesamte heilige Messe wird Eucharistie oder Eucharistiefeier genannt, was "Danksagen" bedeutet.

Die römisch-katholische Kirche lehrt die wirkliche Gegenwart (Realpräsenz) Jesu Christi in den Gestalten von Brot und Wein in der Eucharistie. Indem der Priester, der damit in persona Christi handelt, während des Hochgebetes die Einsetzungsworte „Das ist mein Leib“ und „Das ist mein Blut“ ausspricht (Konsekration), geschieht die geheimnisvolle Wandlung (Transsubstantiation) der Substanz von Brot und Wein in den wahren Leib und das wahre Blut Christi.

In der konsekrierten Hostie ist Christus wahrhaft gegenwärtig und bleibe es auch nach der eigentlichen Opferfeier. Darum werden konsekrierte Hostien im Tabernakel aufbewahrt und dienen zur Kommunion für die Kranken und Sterbenden („Wegzehrung“) wie auch zur anbetenden Verehrung durch die Gläubigen.

Nach katholischer Lehre ist Jesus Christus sowohl unter der Gestalt des Brotes als auch unter der Gestalt des Weines ganz und lebendig mit Leib und Blut, Seele und Gottheit enthalten. Somit ist die Kommunion der Gemeinde unter beiden Gestalten nicht zwingend notwendig. Darum und aus hygienischen Gründen wurde der Laienkelch seit dem Hochmittelalter mehr und mehr gemieden und schließlich eingestellt; nur der Priester trank den eucharistischen Wein. Heute ist der Empfang der Kommunion unter beiderlei Gestalt wieder möglich und wird vor allem zu bestimmten Gelegenheiten von der Kirche „sehr empfohlen“: Die Kelchkommunion empfangen Brautpaare in ihrer Brautmesse, Ordensleute bei ihrer Profess und geweihte Jungfrauen bei ihrer Jungfrauenweihe, erwachsene Neugetaufte in der Messe, die auf ihre Taufe folgt, und Erwachsene bei der Firmung. Für die Messe vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag ist sie im Messbuch ausdrücklich vorgesehen.

Normalerweise erhalten katholische Kinder der dritten Klasse die Einladung, sich auf den Empfang der ersten heiligen Kommunion vorzubereiten. Dabei werden sie von Katecheten aus dem Kreis der Eltern oder durch Ehrenamtliche aus der Pfarrgemeinde angeleitet.

Verantwortlich für die Erstkommunion in unserer Gemeinde ist Gemeindereferentin Frau Marlies Gehrlein.

Für die Teilnahme Ihres Kindes an der Erstkommunion ist eine Anmeldung im Pfarrbüro → notwendig. Dazu müssen Sie das Familienstammbuch oder die Taufbescheinigung des Kindes mitbringen.

Der Zeitpunkt der Anmeldung wird in den Pfarrnachrichten bzw. im Pfarrbrief veröffentlicht.

Die Erstkommunionsfeier findet in der Kirche St. Martin, Kaiserslautern, und in der Kirche St. Norbert, Enkenbach, am so genannten „Weißen Sonntag“ eine Woche nach Ostern statt. In zwei weiteren Gemeinden der Pfarrei wird am Sonntag darauf die Erstkommunion gefeiert. Der Begriff „Weißer Sonntag“ verweist auf die frühe Kirche, bei der die Gläubigen in der Osternacht getauft wurden und dafür weiße Kleider erhielten. Diese trugen sie eine ganze Woche bis zum „Weißen Sonntag“. An diesem wurden die Gewänder abgelegt.

In der Pfarrei Hl. Martin tragen alle Kinder am Tag ihrer Erstkommunion einheitlich weiße Gewänder.  Diese besondere Kleidung ist ist ein äußeres Zeichen dafür, dass es ein Fest ist, zum Gastmahl Gottes geladen zu sein. Zudem wird so vermieden dass der eigentliche Sinn der Erstkommunionfeier in den Hintergrund gedrängt wird. Viele Eltern empfinden das Tragen der weißen Gewänder als Entlastung. Unter den Gewändern ist das Tragen von Kleidern und Anzügen möglich.