Osterwitz 2017

16. April 2017   Andreas Keller

Zur katholischen Tradition gehört der Osterwitz am Ende der liturgischen Feier der Osternacht. Die Gläubigen sollen mit ihrem Lachen an Ostern auf ihrer Gefühlsebene den Triumph des Auferstandenen feiern, denn die Osterbotschaft greift nicht nur nach unserem Verstehen, sie fordert unser Herz.

Osterwitz 2017

Vor der Erstkommunion macht eine Gruppe von Kommunionkindern eine Fahrt und übernachtet in einer Jugendherberge.
Mit dabei sind Franz und Max, zwei gute Freunde, die natürlich in der Jugendherberge im gleichen Zimmer schlafen, in einem Etagenbett.
Max schläft unten, weil er Angst hat, nachts herunterzufallen, und Franz legt sich nach oben.
Vor dem Einschlafen spricht Franz, wie es sich gehört, sein Nachtgebet:

Abends,wenn ich schlafen geh,
Vierzehn Engel bei mir stehn:

Zwei zu meiner Rechten,
Zwei zu meiner Linken,

Zwei zu meinen Häupten,
Zwei zu meine Füßen,

Zwei, die mich decken,
Zwei, die mich wecken,

Zwei, die mich weisen
zu den himmlischen Paradeisen.

Mit einem Mal ist ein lautes Krachen zu hören,
der Lattenrost unter Franz bricht durch
und Franz stürzt samt Matratze nach unten,
neben Max.

Der schüttelt nur den Kopf und meint:
Das wundert mich nicht, wenn ihr zu fünfzehnt im Bett liegt!!




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